Abschnitt: Schutz, Gesundheit und Sicherheit von Kindern → Sicherheit im Gebäude
 

Gestaltung des Außenbereichs – das müssen Sie für die Sicherheit beachten!

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Zäune und Ausgänge

Die Gartenanlagen müssen eingezäunt sein, damit Kinder diese nicht unbemerkt verlassen können. Der Zaun entspricht den Sicherheitsanforderungen. Er besitzt keine scharfen Spitzen, Ecken und Kanten, er kann nicht überklettert werden und hat keine waagerechten Streben. Alle Ein- und Ausgänge des Gartens sind verschlossen. Ebenso müssen vorhandene Fensterschächte und Kellerabgänge gesichert sein.

Pflanzen

Auf Balkonen und im Garten dürfen keine giftigen Pflanzen wachsen. Ebenso sollte auf dornige und stachelige Pflanzen verzichtet werden.

Tipp

Die Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn führt eine Datenbank mit giftigen Pflanzen, beschrieben und bebildert (http://www.gizbonn.de/272.0.html).

Regelmäßiges Rasenmähen als Schutz vor Bienen und Wespen ist unerlässlich, auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel muss verzichtet werden.

Spielgeräte

Spielgeräte und Gartenhäuser sind so aufgestellt, dass eine lückenlose Aufsicht gewährleistet werden kann. Alle Spielgeräte werden jährlich von Fachpersonen überprüft und besitzen das GS-Zeichen. Sie besitzen keine scharfen Kanten oder Ecken, keine herausstehenden Schrauben oder Nägel und sind gut im Boden verankert. Sie stehen in einem Mindestabstand zu Bäumen, Zäunen und Mauern. Ab einer Fallhöhe von 1 m, bei Kindern unter 3 Jahren ab 60 cm, ist der Bodenbelag in Form von Fallschutzmatten oder Sand anzupassen.

Rutschen

Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Rutschen: Hangrutschen, freistehende Rutschen und in eine Gerätekombination integrierte Rutschen. Für alle Rutschen bestehen allgemeine Sicherheitsanforderungen. Das Einsitzteil muss mindestens 35 cm lang sein. Sollte das Einsitzteil länger als 40 cm sein, so ist die Aufenthaltsfläche der Kinder als Plattform anzusehen und folglich sind dann Absturzsicherungen anzubringen. Die Breite des Einsitzteils muss der Breite des Rutschteils entsprechen. Der Winkel des Rutschenteils zur Horizontalen darf durchschnittlich 40° nicht überschreiten. Winkel über 60° sind unzulässig. Die Kinder dürfen erst im Auslaufteil zum Stillstand kommen, wenn sie mit der möglichen Höchstgeschwindigkeit rutschen. Die Höhe zwischen Rutschenende und Boden darf bei Rutschen ab 1,5 m Länge max. 35 cm, bei kürzeren Rutschen max. 20 cm betragen. Der Auslaufbereich der Rutschen sollte nicht im Spielbereich des Sandkastens münden. Bei Sonneneinstrahlung ist es möglich, dass sich die Rutschflächen aufheizen. Die Ausrichtung sollte daher vorzugsweise nach Norden erfolgen. Idealerweise werden Baustoffe verwendet die sich kaum aufheizen. Die Kanten der Seitenbegrenzung müssen gerundet sein.

Für Kinder unter 3 Jahren müssen Rutschen mit einer freien Fallhöhe über 2 m Seitenbrüstungen mit einer Höhe von mindestens 50 cm haben.

Schaukeln

Die Schaukeln sollten in Richtung der anderen Spielgeräte zeigen, damit die Kinder den Spielplatz überblicken können und nicht das Bedürfnis haben, sich beim Schaukeln umzudrehen.

Schaukeln sollten separat stehen, damit ein Hineinlaufen von anderen Kindern vermieden wird. Die Sitze der Schaukeln sollten stoßdämpfende Eigenschaften aufweisen. Der Abstand von Sitz zum Boden muss mindestens 35 cm betragen, bei Vogelnestschaukeln 40 cm. Die Fallräume der Schaukeln dürfen sich nicht überschneiden und müssen mit der umgebenden Fläche abschließen.

Leitern, Sprossenwände

Der Abstand zwischen den Sprossen muss gleichmäßig sein. Die Sprossen müssen fixiert sein, es dürfen keine Nägel oder Schrauben herausstehen. Hinter der Leiter muss ein Raum von mindestens 90 mm sein, damit die Füße einen sicheren Halt finden können. Um sicherzustellen, dass kleine Kinder die Leiter nicht erklettern können, ist ein Abstand von der ersten Sprosse bis zum Boden von mehr als 40 cm empfehlenswert.

Wippe

Die Wippen müssen so installiert sein, dass Kinder nicht zwischen dem Gerät und dem Boden eingeklemmt werden können. Dies kann erreicht werden durch eine Bodenfreiheit von mindestens 23 cm oder eine Dämpfung durch eine Feder oder einen Autoreifen. Die höchste Position der Sitze beträgt 1,5 m. Die Wippe muss sich auf Bodenmaterial mit stoßdämpfenden Eigenschaften befinden. Am Mittellager dürfen keine Quetschstellen für Hände und Finger vorhanden sein. An jeder Sitzmöglichkeit gibt es Festhaltevorrichtungen. Der Fallraum muss an allen Stellen der Wippe mindestens 1 m betragen.

Sandkasten

Der Sandkasten sollte aus Materialien eingefasst sein, die abgerundete Kanten besitzen. Sollte der Sandkastenrand eine freie Fallhöhe zur abgewandten Seite der Sandfläche von 60 cm überschreiten, sind Brüstungen oder Fallschutzmatten zu installieren. Der Spielsand sollte eine Korngröße von bis zu 2 mm haben. Der Unterbau muss wasserdurchlässig sein. Die Reinigung des Spielsandes muss regelmäßig erfolgen, z.B. mit einem Rechen. Der Sandaustausch richtet sich nach dem Grad der Verunreinigung. Gitter und Netzabdeckungen eignen sich gegen Verunreinigung durch Tiere.

Es muss ein ausreichender Sonnenschutz in Form von Bäumen, Sonnensegeln oder Schirmen vorhanden sein.

Ergänzende Arbeitshilfen

Checkliste: Anforderungen an das Kita-Außengelände

Welche Sicherheitsaspekte müssen Sie im Außenbereich der Kita beachten? Die Checkliste gibt Aufschluss über alle sicherheitsrelevanten Bereiche außerhalb des Kita-Gebäudes und hilft bei der Gefahrenprävention. Dokument herunterladen

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