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Diese Akteure helfen Ihnen in Sachen Kita-Qualität!

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Berufsverbände und Gewerkschaften

Eine wichtige Form der Interessenvertretung für sozialpädagogische Fachkräfte sind Gewerkschaften (für den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder insbesondere ver.di, GEW oder komba) und Berufsverbände (u.a. der Verband Bildung und Erziehung VBE, die Katholische Erziehergemeinschaft KEG, der Verband evangelischer Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen e+s). Es ist erstaunlich, dass trotz der vielfach beschriebenen Verbesserungsnotwendigkeiten bei den Arbeitsbedingungen in Tageseinrichtungen für Kinder der Organisationsgrad der Arbeitnehmer/innen in diesem Berufsfeld relativ niedrig ist.

Stiftungen

Eine wirksame Form der Unterstützung können Tageseinrichtungen für Kinder durch gemeinnützige Stiftungen erhalten, entweder direkt oder durch Projekte, deren Ergebnisse den Einrichtungen indirekt zugutekommen. Hier eine Auswahl ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit:

Die Bertelsmann Stiftung "führt Projekte ausschließlich in eigener Regie durch. Im Themenkomplex »Bildung verbessern« setzt die Stiftung einen Schwerpunkt im Bereich »frühkindliche Bildung.«

»Die gemeinnützige Stiftung ›Haus der kleinen Forscher‹ her‹"engagiert sich seit 2006 für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen….Die Stiftung möchte allen Kita- und Grundschulkindern die alltägliche Begegnung mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ermöglichen…Partner der Stiftung sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung. Gefördert wird sie seit 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.«

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie level1setzt sich »gemeinsam mit lokalen Partnern […] dafür ein, dass Hilfe zur Selbsthilfe umgesetzt wird. Bedürftige Kinder und Eltern werden ermutigt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten selber aktiv zu bleiben oder zu werden, indem ihnen Kompetenzentwicklung angeboten wird. Die Stiftung sieht Bildung als Grundlage für Armutsbekämpfung und als Chance für Sicherheit, Inklusion und Lebensqualität im jeweiligen Lebensraum.«

»Die Stiftung Lesen arbeitet dafür, dass Lesen Teil jeder Kindheit und Jugend wird. Denn Lesefreude und Lesekompetenz sind wichtige Voraussetzungen für die persönliche Entwicklung und ein erfolgreiches Leben. Als operative Stiftung führt sie in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen breitenwirksame Programme sowie Forschungs- und Modellprojekte durch. Dazu zählen der »Bundesweite Vorlesetag«, der »Welttag des Buches« und »Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen«, ein bundesweites frühkindliches Leseförderprogramm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.«

»Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) bringt Menschen aus der Bildungspraxis aus Schulen, Kitas oder Jugendarbeit, aus Verwaltung und Politik, aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen und arbeitet mit ihnen an Veränderungen und drängenden Herausforderungen im Bildungssystem ….Die DKJS setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können. Dafür stößt sie Veränderungsprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder lokalen Jugendpolitik.«

»Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V. (DKSB) setzt sich für den Schutz von Kindern vor Gewalt, gegen Kinderarmut und für die Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland ein. Wir möchten eine kinderfreundliche Gesellschaft, in der die geistige, psychische, soziale und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert wird. Dabei sollen Kinder und Jugendliche bei allen Entscheidungen, Planungen und Maßnahmen, die sie betreffen, beteiligt werden.« Der DKSB ist auch Träger eigener Tageseinrichtungen für Kinder.

»Kiwanis ist eine weltweite Organisation von Freiwilligen, die sich aktiv für das Wohl von Kindern und der Gemeinschaft einsetzen. Aktive Frauen und Männer aus allen Berufen und Bevölkerungsschichten engagieren sich überparteilich und über Konfessionen hinweg. Im Focus der Charity-Aktivitäten stehen dabei besonders Kinder und deren Umfeld nach unserem internationalen Motto: ›Serving the Children of the World‹«

Andere Stiftungen fokussieren auf Familien in besonderen Problemlagen und können daher für Einrichtungen wichtige Adressen sein, wenn sie in Kontakt mit solchen Familien kommen, z.B.:

Die Landesstiftungen »Familie in Not«, die in den Bundesländern mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen Familien in Notlagen Hilfe anbieten, z.B. in Brandenburg, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz.

Die gemeinnützige ›Cornelius Stiftung für Kinder suchtkranker Eltern‹ wurde 2001 mit dem Ziel gegründet, sich für Kinder stark zu machen, die durch die Sucht der Eltern in ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Sie werden tief verunsichert und hoffnungslos überfordert, häufig vernachlässigt und Gewalt ausgesetzt. Dies erhöht ihre eigene Suchtgefährdung enorm. Im Rahmen der Arbeit mit Schwangeren und jungen Müttern werden bereits die Kleinsten gefördert und dadurch ihre Entwicklungschancen erheblich verbessert.

Ergänzende Arbeitshilfen

Finanzielle Spielräume durch Fördermittel

Die Arbeitshilfe gibt einen Überblick über den finanziellen Spielraum durch Fördermittel. Wie können Kommunen dazu beitragen? Dokument herunterladen

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