Abschnitt: Chancen des Qualitätsmanagements → QM als Wettbewerbsvorteil
 

Verschaffen Sie sich einen Überblick

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© Franz Pfluegl / Adobe Stock

Um die Komplexität des pädagogischen Qualitätsmanagements (QM) zu verdeutlichen, sind in den folgenden Tabellen einige Gesichtspunkte stichwortartig beschrieben.

Bestandsaufnahme

Konzepte

  • Team und Träger diskutieren und reflektieren

  • rechtliche Bestimmungen (Gesetz und Folgevorschriften) auf Bundes- und Landesebene, insbesondere die neuen Entwicklungen,

  • den aktuellen kommunalen Kita-Bedarfsplan,

  • die absehbaren lokalen Entwicklungen in den Kinderzahlen und den Bedarfen bezüglich der Aufenthaltszeiten, jeweils differenziert nach Altersstufen,

  • aktuelle Förderprogramme des Bundes, des jeweiligen Bundeslandes bzw. von Stiftungen in ihrer möglichen Bedeutung für die Einrichtung (Erschließung zusätzlicher Ressourcen),

  • das Leitbild des Trägers bzw. des Trägerverbandes in seiner Bedeutung für die konzeptionelle Grundausrichtung von Tageseinrichtungen für Kinder,

  • die Aktualität und die Ausführlichkeit der pädagogischen Konzeption der Einrichtung.

Prozesse

Das Team hält den derzeitigen, ersten Eindruck fest von

  • häufig wiederkehrenden Störungen im pädagogischen Geschehen (»Was stört uns, was hätten wir gern anders?« »Was stört Andere an unserer Einrichtung? Worüber beschweren sich Eltern und Kinder oft?«)

  • den eigenen fachlichen Stärken und Schwächen (»Was gelingt uns gut?« »Wo haben wir Nachholbedarf?«

Team und Träger erkunden Erfahrungen anderer Teams und Träger im Bereich des QM (»Worauf sollten wir achten?« »Was könnte eine Anregung für uns sein?«)

Sie erkunden interessante Internet-Adressen (einschl. Newsletter) und fachliche Austauschmöglichkeiten in sozialen Netzwerken

 

Strukturen

  • Team und Träger reflektieren die personellen, räumlichen und finanziellen Voraussetzungen, unter denen die Einrichtung arbeitet, sowie die bestehenden zeitlichen Strukturen (Öffnungszeiten der Einrichtung, Aufenthaltszeiten der Kinder, Zahl und Lage der Schließungstage) und die Angebotsstruktur (Plätze für verschiedene Altersstufen, Plätze für Kinder mit besonderen Bedürfnissen).

Team und Träger reflektieren

  • die bestehende Aufgabenverteilung im Team,

  • die Aufgabenschwerpunkte der Leitung,

  • die Strukturen der Zusammenarbeit zwischen Einrichtung und Träger,

  • die bisher praktizierten Möglichkeiten der Partizipation von Kindern,

  • die bestehenden Strukturen der Zusammenarbeit mit Eltern,

  • die bestehenden Strukturen und Maßnahmen zur Personalentwicklung (einschl. der Anleitung von Praktikant/-innen),

  • die bisher genutzten Fortbildungsstrukturen bzw. -anbieter und mögliche Alternativen,

  • die bestehenden Möglichkeiten der Nutzung von Fachberatung, Coaching/Supervision oder kollegialer Konsultation und fachlichem Austausch z.B. auf Leitungskonferenzen

  • die bestehenden Kooperations- und Vernetzungsstrukturen im Sozialraum (einschl. der Zusammenarbeit mit Grundschulen und mit Einrichtungen der Familienbildung bzw. Erziehungsberatung).

Das Team führt eine Umfeldanalyse zu folgenden Themen durch:

  • Welche Familien und Kinder leben in unserem Sozialraum (Familienformen, kulturelle Hintergründe)?

  • Wie leben Familien und Kinder in unserem Sozialraum (Wohnung, Verkehr, Infrastruktur, Arbeit, Gesundheit, Kulturangebote)?

  • Wo sind »Bildungsorte« im Umfeld der Einrichtung, die wir mit den Kindern aufsuchen können (z.B. Wald, Bach, Museum, Bäckerei)?

  • Welche Eltern bzw. weiteren Personen im Umfeld haben Kompetenzen, die für unsere Bildungsarbeit bedeutsam sein könnten? Wer wäre ggf. bereit, in die Einrichtung zu kommen? Wen könnten wir mit einer Kindergruppe besuchen?

 

Ergebnisse

Team und Träger führen eine Analyse der Einrichtung zu den vier folgenden Fragen durch (»SWAT-Analyse«):

  • Welche Stärken schreiben wir unserer Einrichtung zu?

  • Welche Schwächen nehmen wir bei unserer Einrichtung wahr?

  • Welche Chancen können sich für uns in absehbarer Zukunft ergeben (z.B. durch veränderte rechtliche Regelungen, neue Förderprogramme, Umbau- bzw. Erweiterungsmaßnahmen, neue Kooperationspartner im Umfeld)?

  • Welche Risiken können sich für uns in absehbarer Zukunft ergeben (z.B. durch die Kürzung finanzieller Mittel, Übertragung zusätzlicher Aufgaben, Fachkräftemangel)?

  • Das Ergebnis wird mit den Eltern diskutiert.

Entwicklungen

Träger und Team führen eine »Zukunftswerkstatt« unter der Fragestellung durch: Wo wollen wir in … Jahren stehen? Welche wichtigen Zwischenschritte (»Meilensteine«) sehen wir auf dem Weg dorthin?

Ergänzende Arbeitshilfen

Konzeptionsentwicklung: Reflexionsfragen zum Qualitätsmanagement

Es ist wichtig, sich im Rahmen der Konzeptions(weiter)entwicklung regelmäßig mit Fragen des Qualitätsmanagements auseinanderzusetzen. Der Fragenkatalog dieser Arbeitshilfe gibt dazu Anregungen zur Reflexion. Dokument herunterladen

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