Abschnitt: Chancen des Qualitätsmanagements → QM als Wettbewerbsvorteil
 

So definieren Sie Qualität für Ihre Einrichtung

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Um die Komplexität des pädagogischen Qualitätsmanagements zu verdeutlichen, sind in den folgenden Tabellen einige Gesichtspunkte stichwortartig beschrieben.

 

 

Interne Arbeitsschritte

Externe Unterstützung und Herausforderung

Das Team verdeutlicht sich die inhaltlichen Schwerpunktsetzungen und Qualitätsansprüche, die sich aus der Rahmenkonzeption des Trägers bzw. der eigenen Einrichtungskonzeption ergeben.

Das Team erhebt besondere Kenntnisse, Kompetenzen und Fortbildungsbereitschaften einzelner Teammitglieder im Bereich QM, um sie später nutzen zu können.

Die Fachberatung stellt verschiedene Konzepte pädagogischer Qualität vor.

Die fachliche Diskussion in Leitungskonferenzen verdeutlicht Vor- und Nachteile bestimmter Konzepte und stellt praktische Erfahrungen zur Verfügung.

Weitere Impulse werden durch Fachveranstaltungen und Fortbildungsangebote gegeben.

Das Team übt sich darin, (zunächst abstrakte) Qualitätsansprüche mit dem alltäglichen pädagogischen Geschehen in Beziehung zu setzen:

Was tun wir konkret, um einen bestimmten Anspruch zu erfüllen?

Oder umgekehrt: Inwieweit ist unser alltägliches Handeln ein Indikator für bereits vorhandene pädagogische Qualität? Was fördern oder ermöglichen wir damit?

Weitere Anregungen ergeben sich durch Quellenstudium (Literatur, Internetquellen, insb. thematisch einschlägige Portale wie WiFF, Nutzung von Newslettern).

Konsultationskitas mit dem Schwerpunkt Qualitätsmanagement können besonders in praktischen Fragen beraten.

Der fachliche Austausch mit anderen Einrichtungen (trägerintern, ggf. trägerübergreifend) befördert die Prozesse in der eigenen Einrichtung.

Team und Träger legen fest, in welcher Form die Einrichtung mit den rechtlichen Vorgaben (auf Bundes- und Landesebene) zum Qualitätsmanagement umgeht und die dort formulierten Verpflichtungen erfüllt bzw. erfüllen wird.

Zudem werden die Konzepte, Materialien und Unterstützungs- bzw. Beratungsangebote des eigenen Trägerverbandes gesichtet, analysiert und bewertet.

Auf Homepages (insb. des zuständigen Landesministeriums), Fachveranstaltungen, Beiträgen in Fachzeitschriften und/oder durch die Fachberatung werden neue rechtliche Vorgaben und der mögliche Umgang damit erläutert.

Einrichtungsübergreifend (z.B. auf Leitungskonferenzen) werden mögliche Vorgehensweisen angesichts neuer bzw. sich abzeichnender Entwicklungen diskutiert.

Das Team entscheidet gemeinsam mit dem Träger, an welchen Qualitätskriterien es sich messen lassen wird.

Das Team betrachtet den pädagogischen Alltag bewusster und differenzierter unter Qualitätsaspekten.

Es sieht und formuliert die eigenen Ansprüche (z.B. in Bezug auf die notwendigen Rahmenbedingungen) klarer.

Es entwickelt ein insgesamt klareres Verständnis von pädagogischer Qualität.

Kolleg/-innen aus anderen Einrichtungen des Trägers und/oder die Fachberatung geben eine Rückmeldung zu den Ergebnissen der einrichtungsinternen Diskussion und weisen ggf. auf Unklarheiten, Leerstellen bzw. Alternativen hin.

Das Team verdeutlicht sich die Wechselwirkungen von Konzepten, Prozessen und Strukturen.

Es entwickelt ein Eigeninteresse daran, die eigene Einrichtung unter Qualitätsaspekten genauer zu beleuchten.

Der fachliche Austausch auf verschiedenen Ebenen führt dazu, dass die Einrichtung dessen Wert für die eigene Arbeit und fachliche Weiterentwicklung schätzen lernt.

Anregungen von außen, besonders Praxisbeispiele, bestärken sie darin, die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen.

Anregungen von außen werden eher als Hilfe erlebt, nicht als bedrohlich für das eigene fachliche Selbstbewusstsein.

Ergänzende Arbeitshilfen

Übersicht: Aspekte der pädagogischen Qualität in einer Tageseinrichtung für Kinder

Die Übersicht zeigt Aspekte der pädagogischen Qualität im Hinblick auf deren Struktur-, Prozess- und Konzeptqualität. Orientieren Sie sich in Ihrem Qualitätsmanagement an dieser Einteilung, um das QM zu strukturieren. Dokument herunterladen

Qualitätsdimensionen

Nach Donabedian wird der Qualitätsbegriff dreigeteilt in die Dimensionen der Struktur-, Ergebnis- und Prozessqualität. Für die Beschreibung der Qualität in frühpädagogischen Arbeitsfeldern wurde diese Dreiteilung um die Dimensionen »Orientierungsqualität«, »Management- und Organisationsqualität« sowie »Kontextqualität« erweitert. Die folgende Tabelle zeigt, was unter den einzelnen Dimensionen verstanden wird. Dokument herunterladen

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