Abschnitt: Selbstführung → Zeitmanagement
 

Stellen Sie fest, wie Ihre innere Uhr tickt

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Die Rhythmisierung der eigenen Arbeitsprozesse ist erforderlich, um konzentrationsförderliche Settings zu schaffen. Für die eigene Arbeitsmethodik ist dabei zu berücksichtigen, dass Personen unterschiedliche Vorlieben, Abneigungen, Stärken und Schwächen mit Blick auf bestimmte Tätigkeiten haben. Hinzu kommt der jeweilige Biorhythmus, der die Leistungsfähigkeit maßgeblich beeinflusst.

Die statistische, durchschnittliche tägliche Leistungsfähigkeit ist um 10:00 Uhr am größten (Hochleistungsphase, ca. 135 % Leistungsfähigkeit), fällt bis ca. 14:00 Uhr ab (Ermüdungsphase), erreicht einen weiteren, aber niedrigeren Höhepunkt um 20:00 Uhr, um dann bis 04:00 Uhr nachts sehr deutlich abzufallen (Erschöpfungsphase, ca. -50 % Leistungsfähigkeit).

Entscheidend ist zunächst eine Bewusstmachung, wie die eigene interne Uhr tickt und welche Tätigkeiten eher einfach und gerne oder eher schwer und widerwillig umgesetzt werden. Fehlende Rhythmisierung kann zum einen dazu führen, dass bestimmte Tätigkeiten verdrängt, zu spät oder gar nicht erledigt werden, weil die Zeit dafür nicht bewusst eingeplant worden ist. Zum anderen kann der Fall eintreten, dass negativ besetzte Tätigkeiten den Arbeitsfluss insgesamt beeinträchtigen, weil sie über den ganzen Tag hinweg verteilt werden.

So kann es sehr entlastend für Personen sein, die nicht gerne Vorlagen schreiben oder telefonieren, eine relativ genau definierte Zeitspanne vorzusehen, in der diese Arbeiten ungestört, aber verbindlich erledigt werden. Zu berücksichtigen ist schließlich, dass die Art der Tätigkeit mit unterschiedlichen physisch-psychischen Belastungen verbunden ist. Zeiten, in denen Personen außerordentlich konzentriert arbeiten können, was insbesondere das Erstellen von schriftlichen Vorlagen und Konzepten beinhaltet, sollten schwerpunktmäßig für solche Tätigkeiten reserviert und nicht von anderen Tätigkeiten, die eine andere Art von Aktivierung erfordern, genutzt werden.

Praxistipp

Den eigenen Biorhythmus bewusstmachen, zielorientiert nutzen und regelmäßig Pausen machen:

  1. 1.

    Hochleistungsphase: konzeptionelle Arbeit

  2. 2.

    Ermüdungsphase: Telefonate, Rundgang, Kurzgespräche

    • Telefonate bündeln

    • Schwierige Gespräche vorbereiten

    • Ad-hoc-Termine drastisch reduzieren

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