Abschnitt: Ganzheitliche Führung → Mitarbeiter motivieren
 

Unterscheiden Sie zwischen Motiv und Motivation

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Die Beweggründe des Handelns sind Motive (movere, lat.: bewegen). Deren Befriedigung ist das Ziel des Handelns. Sie geben einer Tätigkeit, einer Handlung Richtung und Energie. Während Motive für einzelne Beweggründe stehen, steht der Begriff Motivation für die Gesamtheit der in einer Situation wirksamen Motive. Diese können sich unterscheiden oder sogar widersprüchlich sein. Beispielsweise kann der Wunsch, in einer Krippe zu arbeiten, dadurch gemindert werden, dort weniger pädagogisch arbeiten zu können. Hier haben wir es mit einem „Appetenz-Aversions-Konflikt“ zu tun. Die Realisierung eines bestimmten Motivs (Arbeit im Krippenbereich) hat unangenehme Seiten (weniger pädagogische Arbeit), die es zu vermeiden gilt. Es kann jedoch auch zu einem „Appetenz-Appetenz-Konflikt“ kommen; hier fällt die Wahl zwischen 2 anstrebenswerten Zuständen schwer (Bewerbung auf eine Leitungsstelle mit vermutlich mehr Zeitaufwand vs. Verbleiben in der jetzigen Position). In Handlungssituationen können zahlreiche Motive mit ähnlicher aber auch unterschiedlicher Ausrichtung bedeutsam sein. Annahmen bezüglich des zu erwarteten Handelns einer Person müssen daher immer die differenzierte Motivationslage berücksichtigen. Hier gilt es zu beachten, dass es sich bei Motiven und Motivationslagen um nicht beobachtbare Prozesse handelt, also um hypothetische Konstrukte (vgl. Schlag 2013, S. 11 f.).

Literatur

Schlag, B. (2013): Lern- und Leistungsmotivation. Wiesbaden.

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