Abschnitt: Die Kita als Organisation → Gesundheitsmanagement
 

So geht erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement

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Es gibt eine Fülle an konkreten Beispielen, wie Betriebliches Gesundheitsmanagement in Kindertagesstätten umgesetzt wird. Die folgende exemplarische Aufführung gibt einen Einblick in diesen »bunten Strauß« und soll deutlich machen, wie vielfältig und unterschiedlich Konzepte, Angebote und Maßnahmen inhaltlich ausgestaltet sein können. Vielleicht kann es damit auch Anregung und Impuls für die eigene Einrichtung sein.

  • Der Arbeitskreis Gesundheitsförderung der Katholischen KiTa gGmbH Saarland (2017) initiiert mit dem Leitgedanken »KiTa Aktiv – Stark im Alltag« unterschiedliche Einzelmaßnahmen und wird in der Gesundheitsberatung durch die IKK Südwest unterstützt.

  • Unter dem Motto Salutogenese: wir möchten, dass Sie gesund sind und bleiben arbeitet der Trägerverbund für Kindertageseinrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Hamm (2017) mit der Krankenkasse AOK NordWest im Rahmen eines Betriebliches Gesundheitsmanagements zusammen. Ziel ist es, motivationshemmende Faktoren zu reduzieren und motivationsfördernde Faktoren zu verstärken.

  • Gemeinsam mit der Unfallkasse NRW führt die Abteilung Kinder des Fachbereichs Jugendhilfe und Beschäftigungsförderung der Stadt Krefeld ein Projekt zur Optimierung der Arbeitsbedingungen durch.

  • Nur gesund läuft’s rund formuliert es die Heilpädagogische Kindertagesstätte St. Hildegard Paderborn der Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn e.V.(2017) und bietet z.B. Kurse zu Bewegung, Entspannung, Ernährungsberatung und Raucherentwöhnung sowie individuelle Maßnahmen zur Wiedereingliederung nach einer Erkrankung an.

  • In der Kita Brühler Gartenzwerge der AWO AJS gGmbh in Erfurt wird als gesundheitsfördernde Maßnahme zum Beispiel eine Rückenschule angeboten. Sie ist Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements, das in Kooperation mit der Gesundheitskasse AOK Plus und dem Sozialverband Deutschland e.V. umgesetzt wird und u.a. Gesundheitszirkel und Gesundheitswochenenden oder auch Beratungen zu Rente, Berufsunfähigkeit und Behinderung beinhaltet.

  • Das Kita-Programm JolinchenKids der AOK (2017) unterstützt bei der Integration gesundheitsfördernder Maßnahmen und richtet sich nicht nur an Kinder, sondern bezieht auch Eltern mit ein und nimmt ebenfalls Kita-Beschäftigte mit in den Blick. Neben der Fokussierung auf das eigene körperliche und seelische Wohlbefinden geht es hier z.B. auch auf die Arbeit mit den Kindern ein und zeigt Möglichkeiten der Elternkommunikation auf, die Zusammenarbeit erleichtern und Erziehungspartnerschaft mit Eltern stärken helfen.

  • Die Diakonie Hamburg (2017) hat eine Arbeitshilfe erstellt, in der jeweils 15 bis 20 Maßnahmen und Lösungsansätze zu den Bereichen Gesundheit, Motivation, Qualifikation, Gestaltung/Organisation der Arbeit und 57+ aufgeführt sind und dabei unterstützt, ein Konzept zur betrieblichen Gesundheitsförderung zu entwickeln.

  • Besser als kurzfristiger Aktionismus sind wenige systematische und nachhaltige Maßnahmen. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist dann gut, wenn die Ergebnisse bewertet werden können, wozu auch Evaluation gehört.

Literatur

AOK (2017): Kita-Programm JolinchenKids. URL: https://aok.de/inhalt/jolinchenkids-7/

Diakonie Hamburg (2017): Arbeitshilfe für Kita-Teams. Maßnahmenkatalog. URL: www.diakonie-hamburg.de/export/sites/default/.content/downloads/Fachbereiche/KJ/Massnahmenkatalog.pdf

Evangelischer Kirchenkreis Hamm (2017): Salutogenese. Betriebliches Gesundheitsmanagement. URL: www.kirchenkreis-hamm.de/gesundheit

Heilpädagogische Kindertagesstätte St. Hildegard (2017): Betriebliches Gesundheitsmanagement. URL: www.hpk-st-hildegard.de/sekundaernavigation/wir-und-unser-traeger/beruf-karriere/betriebliches-gesundheitsmanagement/

Katholische KiTa gGmbH Saarland (2017): Betriebliches Gesundheitsmanagement. URL: www.kita-saar.de/ueber-uns/betriebliches-gesundheitsmanagement-bgm/

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